Diesmal ging es mit einem Dampsonderzug Bluetrain der Fa.
Brenner & Brenner und
der ÖBB-Nostalgie vom Wiener Südbahnhof über
den winterlichen Semmering nach Mürzzuschlag.
Bei keinem
anderen Zug am Bahnhof sah man die Mitreisenden zuerst zur
Lok gehen und dann erst den Sitzplatz aufsuchen
– beides übrigens
sehenswert .
Die Zuglok war die 33.132 Jahrgang
1925 mit 1493PS und 100 km/h Höchstgeschwindigkeit. Im
Zug gab es guten Service mit Kaffee, Getränken und kleinen
Speisen. Abgesehen von einem Zusteigehalt in Wiener Neustadt – mit
technischer Verlängerung zwecks Reparatur der Zugheizung
in einem Waggon war der erste Zwischenhalt im Bahnhof Gloggnitz.
Hier war Wasserfassen vor der Bergstrecke angesagt inklusive
natürlich der Möglichkeit Fotos zu schießen.
Das Wasser kam in Ermangelung von Wasserkränen auf einem
aktuellen Bahnhof aus 2 Fahrzeugen der Freiwilligen Feuerwehr.
Bei den Wagen sieht man auch die bei den Fenstern
vorgehängten Decken um Zugluft zu vermeiden.
Wer den Semmering
kennt weiß, dass hier selbst die modernen
Taurus bei manchen Zügen zusätzliche Lokomotiven
mitbekommen. Wir hatten unsere Schiebelok – eine 1141 – schon
von Wien aus mit. Sie lieferte auf der gesamten Strecke einen
Teil der Druckluft fürs Bremsen und half über den
Berg aus.
Der Lokomotivführer war nett und wir konnten
auch abwechselnd am Führerstand von Gloggnitz nach Mürzzuschlag
und zurück nach Wiener Neustadt mitfahren. Dabei entstanden
auch die Fotos über den Semmering, wo leicht zu erkennen
ist das hier ganz schön enge Radien gefahren werden.
Leider fiel der Fotohalt bei der Hinfahrt im Bahnhof Semmering
aus und so kamen wir trotz des Aufenthaltes in Wr. Neustadt
pünktlich an. Hier war mal unsere Dampflok zu Fuß
zum Ringlokschuppen zu verfolgen. Denn wann sieht man in der
heutigen Zeit noch eine Lok auf einer Drehscheibe.
Und so ein kleiner Schneehaufen beim Verlassen der Drehscheibe
ist doch wirklich kein Hindernis. Übrigens
hat die Mannschaft ca. 8t Kohle auf unserer Reise verfeuert.
Danach ging es in den Kulturbahnhof zur Ausstellung über
die Semmeringstrecke. Diese ist zwar in einem ehemaligen Lokschuppen,
zeigt aber mehr Hoch- und Tiefbau als Fahrzeuge. Eine (schon
sehr verrostete) Dampflok drinnen und eine einzige vor dem
Gebäude ist eher wenig.
Dafür sieht man viele moderne
E-Loks und Dieselloks für den Vorspanndienst über
den Semmering. Bei der Rückfahrt kam es endlich
zum Fotohalt am Semmering. Die meisten stiegen aus um das Spektakel
zu sehen wenn der Zug zurücksetzt in den Semmeringtunnel
und unter Volldampf in den Bahnhof einfährt.
Dann ging es flott zurück nach Wien und was bei den planmäßigen
Zügen nicht vorkommt – oder vorkommen sollte - kamen
wir sogar einige Minuten früher an. Zum Abschluss noch
ein Foto vom Bahnhof Semmering als Erinnerung an einen ereignisreichen
und gelungenen Tag.