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Neben den Räumen für
die eigentliche Anlage wurde eine kleine Werkstatt, mit Werkbank,
Schraubstock und Ständerborhrmaschine, eingerichtet.
Weiters wurde die Grundform der Anlage festgelegt. |
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Anlagensteuerung ,part 1..."Überlegungen,
Suche und Versuche"
Gleichzeitig zum Raumumbau wird aber bereits von der fertigen
Anlage geträumt. Manche Entscheidungen müssen recht früh
getroffen werden um spätere „Umbaukatastrophen“ zu
vermeiden. So haben wir nach den ersten Gleisplanskizzen gesehen,
dass ein großer Raum recht rasch sehr klein wird. Die erste
Entscheidung war daher die Gleiswendel in den Nachbarraum zu verlegen
(siehe Durchbruch zur Gleiswendel). Dadurch schaffen wir mal 20
cm Höhendifferenz ohne Zahnradbahn und trotzdem einiges an
Abstellgleisen im Schattenbahnhof. Der Nachbarraum soll später
ein Bahnbetriebswerk und einen Kopfbahnhof beherbergen. Zusätzlich
haben wird dadurch eine große Kehrschleife gewonnen.
Und damit keine Langeweile aufkommt wird auch schon über
die Steuerung nachgedacht. Wir hatten ja nur Erfahrung mit Märklin-Wechselstrom
bzw. Gleichstrom analog mit allen seinen Problemen (Verkabelung,
Schalter und vielleicht ein Gleisbildstellpult?). Und dann sieht
man bei Messen wie einfach das Digitalfahren sein soll. Die Ernüchterung
kommt beim Blick auf die Preisliste – das sind keine Schillinge,
es sind wirklich Euro. Als Einstieg gibt’s mal eine Roco-Startpackung
mit Lokmaus2. Jetzt können wir auch schon mal die Loks aus
dem Keller und die Schnäppchen aus diversen Geschäften
umrüsten (die Erfolge sehen Sie bei Rollendes). Aber schon
der erste Versuch eine Lok umzuprogrammieren (naja die neue Adresse
ging ja noch aber dann brauchten wir einen Wert über 100,
ufff) war entmutigend - und dann erst der Wunsch mal einen Wert
auszulesen. Unser Decoder-Verkäufer zeigte uns mal die Vorteile
seines Zimo-Steuergerätes – und hat uns auch den Preis
gesagt – das waren eigentlich viele Loks und Waggons die
wir kaufen wollten.
In einem Forum fanden wir den entscheidenden Hinweis auf das DDW-Projekt
(http://home.snafu.de/mgrafe/index.htm).
Das war nach unserem Geschmack und Geldbörsel (unseren Decoder-Verkäufer
haben wir übrigens auch damit verblüfft). Im ersten Schritt
hat mal ein ausgemusterter Laptop herhalten müssen (Pentium
1, 166Mhz, 128MB Hauptspeicher, 6GB Festplatte mit Win2000). Also
mal den WinNT-Treiber installiert, DDW-Server 0.73 installiert
und die Basis war gelegt. Nächster Schritt war das Verbindungskabel
PC zu Booster. Da bei Roco ein gewöhnlicher RJ45-Stecker seinen
Dienst versieht wurde einfach ein Telefonkabel zweckentfremdet.
Ein Schnitt in der Mitte und 2 der 6 Kabel an einen RS232 Stecker
gelötet – fertig. Da ist so mancher Decodereinbau schwieriger.
Obwohl wir auf der Anlage nicht automatisch fahren wollen (wo bleibt
denn dann das Spielen) gibt’s ja noch den Schattenbahnhof
und der soll automatisch und unfallfrei funktionieren. Für
die Rückmeldung ist ein 6-poliges Kabel vom Druckeranschluss
des PC zum S88-Modul notwendig. Das einzige Problem ist hier, dass
man 5V für die Versorgung des S88-Modules braucht. Es gibt
zwar die Information, dass ja ein PC 5V-Anschlüsse für
die Laufwerke hat und man sich dort ja anklemmen kann – aber
das ist bei einem Laptop nicht so leicht. Als Alternative gibt
es ja jetzt den USB-Anschluss. Der hat 5V – also USB-Anschlusskabel
gekürzt und damit die Stromversorgung sichergestellt. Der
Laptop liefert 4,9V und der PC, auf dem mittlerweile auch getestet
wird, liefert 5,05V. Alles funktioniert perfekt.
Als Programm stand Railyplan von Holger Seider und GPlan von Michael
Grafe zur Wahl. Derzeit hat Railyplan die Nase vorne, da die einzelnen
Loks mit Bild angezeigt werden können. Sonst dürften
die Funktionen recht ähnlich sein, genaueres können wir
in der derzeitigen Erprobungsphase noch nicht sagen. Wichtig für
uns war aber, dass beide Programme derzeit weiterentwickelt werden.
Auf einem Versuchsgleis gibt es derzeit eine doppelte Gleisverbindung
mit anschließenden je ca. 40cm Gleis, Littfinsky S-DEC-4
Weichendecoder, Littfinsky SA-DEC-4 Schaltdecoder und einem Viessmann
S88-Rückmeldemodul. 2 Reed-Schalter sind auch schon montiert
und eine Lok (die 1110) hat einen Magneten zum Testen. Derzeit
werden nach erreichen der Schalter die Weichen als Fahrstraße
gestellt und die Fahrstraße wieder aufgelöst (und die
Weichen wieder in die ursprüngliche Lage geschalten) bzw.
dreht sich die Lok selbst den Strom am Abstellgleis ab. So gesehen
alles mal recht viel versprechend.
Ein weiteres Problem war die Decoderprogrammierung. Es gibt da
das Railyprog von Holger Seider und Prolok von Thomas Borrmann.
Im ersten Versuch wurde Railyprog getestet. Die Schaltung zu löten
ist nicht so schwierig wie es scheint. Die Bauteile kosten gerade
mal 2 Euro, gelötet wurden sie auf eine kleine Lochplatine.
Wenn man sich ein bisschen Zeit nimmt und logisch denkt schafft
man es auch ohne Grundkenntnisse (wir lernen permanent dazu). Das
Programmieren funktioniert einwandfrei, das Auslesen war nur leider
CV für CV möglich und mühsam. Der zweite Versuch
war dann Prolok. Programmieren war auch hier kein Problem, nur
konnten wir absolut nichts brauchbares auslesen.
Hier muss ich mal was ganz wichtiges loswerden – Wenn man
in der DDW-Mailinglist ein Problem anfragt bekommt man überraschend
rasch fundierte Lösungen. Die Programmierer sind auch dann
daran interessiert ob der Rat geholfen hat. Wir sind schlichtweg
begeistert.
Tja der Hinweis war recht rasch da, Prolok hat zwar eine sehr ähnliche
Schaltung zum Auslesen, aber doch mit einigen Unterschieden. Mit
der neuen Schaltung funktioniert es einwandfrei. Man kann zum Beispiel
CV-Bereiche scannen und bekommt dadurch nicht nur die aktuellen
Werte sondern auch die einstellbaren CV gelistet. Ein kleiner Wermutstropfen
ist aber, dass der Laptop zu langsam ist. Mittlerweile läuft
schon ein PC vom Flohmarkt (P3, 866Mhz, 256MB Hauptspeicher, 20
GB Festplatte, Win2000SP4) der dann auch mal die Steuerung übernehmen
soll.
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Und als letzten Vorbereitungsschritt
wurde die Stromzuleitung installiert. Die Hauptzuleitung ist
eine 400V Leitung, die auf 2x 240V aufgeteilt wurde, um Anlagenbetriebsstrom
und Arbeitsstrom extra zu haben und schalten zu können. |