Doppeltraktion, aus dem leben einer modelleisenbahn  
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Bauabschnitt 1.1 "Vorbereitungen"

Auch wenn "der Raum" noch nicht komplett fertig ist, laufen die Vorbereitungen für die
eigentliche Anlage bereits auf Hochtouren.
Zu den Vorbereitungen zählen Anlagenplanung, Steuerung und noch einige andere
Dinge die wir euch hier zeigen möchten.

Die Werkstatt Neben den Räumen für die eigentliche Anlage wurde eine kleine Werkstatt, mit Werkbank, Schraubstock und Ständerborhrmaschine, eingerichtet.
Weiters wurde die Grundform der Anlage festgelegt.
Plan der Anlagenform

Anlagensteuerung ,part 1..."Überlegungen, Suche und Versuche"

Gleichzeitig zum Raumumbau wird aber bereits von der fertigen Anlage geträumt. Manche Entscheidungen müssen recht früh getroffen werden um spätere „Umbaukatastrophen“ zu vermeiden. So haben wir nach den ersten Gleisplanskizzen gesehen, dass ein großer Raum recht rasch sehr klein wird. Die erste Entscheidung war daher die Gleiswendel in den Nachbarraum zu verlegen (siehe Durchbruch zur Gleiswendel). Dadurch schaffen wir mal 20 cm Höhendifferenz ohne Zahnradbahn und trotzdem einiges an Abstellgleisen im Schattenbahnhof. Der Nachbarraum soll später ein Bahnbetriebswerk und einen Kopfbahnhof beherbergen. Zusätzlich haben wird dadurch eine große Kehrschleife gewonnen.

Und damit keine Langeweile aufkommt wird auch schon über die Steuerung nachgedacht. Wir hatten ja nur Erfahrung mit Märklin-Wechselstrom bzw. Gleichstrom analog mit allen seinen Problemen (Verkabelung, Schalter und vielleicht ein Gleisbildstellpult?). Und dann sieht man bei Messen wie einfach das Digitalfahren sein soll. Die Ernüchterung kommt beim Blick auf die Preisliste – das sind keine Schillinge, es sind wirklich Euro. Als Einstieg gibt’s mal eine Roco-Startpackung mit Lokmaus2. Jetzt können wir auch schon mal die Loks aus dem Keller und die Schnäppchen aus diversen Geschäften umrüsten (die Erfolge sehen Sie bei Rollendes). Aber schon der erste Versuch eine Lok umzuprogrammieren (naja die neue Adresse ging ja noch aber dann brauchten wir einen Wert über 100, ufff) war entmutigend - und dann erst der Wunsch mal einen Wert auszulesen. Unser Decoder-Verkäufer zeigte uns mal die Vorteile seines Zimo-Steuergerätes – und hat uns auch den Preis gesagt – das waren eigentlich viele Loks und Waggons die wir kaufen wollten.

In einem Forum fanden wir den entscheidenden Hinweis auf das DDW-Projekt (http://home.snafu.de/mgrafe/index.htm). Das war nach unserem Geschmack und Geldbörsel (unseren Decoder-Verkäufer haben wir übrigens auch damit verblüfft). Im ersten Schritt hat mal ein ausgemusterter Laptop herhalten müssen (Pentium 1, 166Mhz, 128MB Hauptspeicher, 6GB Festplatte mit Win2000). Also mal den WinNT-Treiber installiert, DDW-Server 0.73 installiert und die Basis war gelegt. Nächster Schritt war das Verbindungskabel PC zu Booster. Da bei Roco ein gewöhnlicher RJ45-Stecker seinen Dienst versieht wurde einfach ein Telefonkabel zweckentfremdet. Ein Schnitt in der Mitte und 2 der 6 Kabel an einen RS232 Stecker gelötet – fertig. Da ist so mancher Decodereinbau schwieriger. Obwohl wir auf der Anlage nicht automatisch fahren wollen (wo bleibt denn dann das Spielen) gibt’s ja noch den Schattenbahnhof und der soll automatisch und unfallfrei funktionieren. Für die Rückmeldung ist ein 6-poliges Kabel vom Druckeranschluss des PC zum S88-Modul notwendig. Das einzige Problem ist hier, dass man 5V für die Versorgung des S88-Modules braucht. Es gibt zwar die Information, dass ja ein PC 5V-Anschlüsse für die Laufwerke hat und man sich dort ja anklemmen kann – aber das ist bei einem Laptop nicht so leicht. Als Alternative gibt es ja jetzt den USB-Anschluss. Der hat 5V – also USB-Anschlusskabel gekürzt und damit die Stromversorgung sichergestellt. Der Laptop liefert 4,9V und der PC, auf dem mittlerweile auch getestet wird, liefert 5,05V. Alles funktioniert perfekt.

Als Programm stand Railyplan von Holger Seider und GPlan von Michael Grafe zur Wahl. Derzeit hat Railyplan die Nase vorne, da die einzelnen Loks mit Bild angezeigt werden können. Sonst dürften die Funktionen recht ähnlich sein, genaueres können wir in der derzeitigen Erprobungsphase noch nicht sagen. Wichtig für uns war aber, dass beide Programme derzeit weiterentwickelt werden. Auf einem Versuchsgleis gibt es derzeit eine doppelte Gleisverbindung mit anschließenden je ca. 40cm Gleis, Littfinsky S-DEC-4 Weichendecoder, Littfinsky SA-DEC-4 Schaltdecoder und einem Viessmann S88-Rückmeldemodul. 2 Reed-Schalter sind auch schon montiert und eine Lok (die 1110) hat einen Magneten zum Testen. Derzeit werden nach erreichen der Schalter die Weichen als Fahrstraße gestellt und die Fahrstraße wieder aufgelöst (und die Weichen wieder in die ursprüngliche Lage geschalten) bzw. dreht sich die Lok selbst den Strom am Abstellgleis ab. So gesehen alles mal recht viel versprechend.

Ein weiteres Problem war die Decoderprogrammierung. Es gibt da das Railyprog von Holger Seider und Prolok von Thomas Borrmann. Im ersten Versuch wurde Railyprog getestet. Die Schaltung zu löten ist nicht so schwierig wie es scheint. Die Bauteile kosten gerade mal 2 Euro, gelötet wurden sie auf eine kleine Lochplatine. Wenn man sich ein bisschen Zeit nimmt und logisch denkt schafft man es auch ohne Grundkenntnisse (wir lernen permanent dazu). Das Programmieren funktioniert einwandfrei, das Auslesen war nur leider CV für CV möglich und mühsam. Der zweite Versuch war dann Prolok. Programmieren war auch hier kein Problem, nur konnten wir absolut nichts brauchbares auslesen.

Hier muss ich mal was ganz wichtiges loswerden – Wenn man in der DDW-Mailinglist ein Problem anfragt bekommt man überraschend rasch fundierte Lösungen. Die Programmierer sind auch dann daran interessiert ob der Rat geholfen hat. Wir sind schlichtweg begeistert.

Tja der Hinweis war recht rasch da, Prolok hat zwar eine sehr ähnliche Schaltung zum Auslesen, aber doch mit einigen Unterschieden. Mit der neuen Schaltung funktioniert es einwandfrei. Man kann zum Beispiel CV-Bereiche scannen und bekommt dadurch nicht nur die aktuellen Werte sondern auch die einstellbaren CV gelistet. Ein kleiner Wermutstropfen ist aber, dass der Laptop zu langsam ist. Mittlerweile läuft schon ein PC vom Flohmarkt (P3, 866Mhz, 256MB Hauptspeicher, 20 GB Festplatte, Win2000SP4) der dann auch mal die Steuerung übernehmen soll.

Extra Stromzuleitung Und als letzten Vorbereitungsschritt wurde die Stromzuleitung installiert. Die Hauptzuleitung ist eine 400V Leitung, die auf 2x 240V aufgeteilt wurde, um Anlagenbetriebsstrom und Arbeitsstrom extra zu haben und schalten zu können.